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Philip (Vocals)Katrin (Vocals)Dirk (Drums)
Michael (Gitarre)Jürgen (Bass)Tom (Keyboards)Jo (Sax)


















Michael Dommers

Geboren wurde ich am 22.10.2021 in Viersen. Wenige Jahre später zeigte sich, dass meine Eltern mir zwei Talente vererbt hatten, nämlich handwerkliches Geschick und Musikalität. Nachdem schon zu Kindergartenzeiten die Möglichkeiten des Märklin-Metallbaukastens zumindest für mich ausgereizt waren, bastelte ich mir eine Balalaika. Für die Besaitung musste ein Federballschläger dran glauben.

Im Grunde bin ich eher ein ruhiger als ein vorlauter Mensch. Gerade frisch aufs Gymnasium gekommen, konnte ich ein einziges Mal meine Klappe nicht halten, was mich musikalisch auf die "schiefe Bahn" brachte: Der Musiklehrer, der die Gründung eines Schulorchesters plante, hatte eine simple Frage in die Klasse geworfen. Dass es sich dabei um eine Fangfrage gehandelt haben muss, wurde mir erst später klar. "Wer von euch hat ein klassisches Musikinstrument zu Hause?"... Während meine Mitschüler herum drucksten, schoss meine Hand reflexartig in die Höhe: "Mein Vater spielt Cello!"... Damit hatte ich mein Los besiegelt. Auf diese Weise zwangsverpflichtet zog ich kurz darauf zur ersten Unterrichtsstunde. Eigentlich war das Cello damals noch viel zu groß für mich...
Schon ein paar Monate später erweitere ich nach einer "strengen Aufnahmeprüfung" die dreiköpfige Cellogruppe des Jugendorchesters mit einem Platz in der hinteren Reihe.
Nach fünf Jahren und tollen Konzerten im In-und Ausland musste ich Gymnasium und Orchester aufgrund mangelnder schulischer Leistungen verlassen. Die gleichzeitige Abkehr von dieser musikalischen Richtung erleichterte mir jedoch den Abschied.
Parallel dazu hatte ich schon seit geraumer Zeit die für die Kindergärtnerinnenlaufbahn meiner Schwester vorgesehene Wandergitarre in Beschlag, auf der ich meine ersten gitarristischen Versuche gestartet hatte.
Ich wollte in einer Band spielen. Hinsichtlich der Instrumentenwahl war ich jedoch noch nicht ganz sicher: Schlagzeug?
Mit zwei Trommelstöcken konnte ich auf dem Sofakissen schon alle möglichen Hendrix-Songs spielen, und zwar ziemlich groovy ! Oder Bass? Zwischenzeitlich hatte ich mir auch schon zwei nylon-besaitete E-Bässe gebastelt, vermutlich die ersten bundlosen Bässe überhaupt !
Die Entscheidung fiel, als der Leiter unserer Messdienergruppe seine E-Gitarre zum Kauf anbot. Nach heißen Debatten liehen mir meine Eltern die erforderlichen DM 160,- und kurz darauf war ich stolzer Besitzer einer mit knallrotem Kunststoff-Kroko-Imitat bezogenen Höfner-Gitarre plus Segeltuchsack. Über den Plattenspieler-Input unseres alten Röhrenradios konnte ich die Gitarre verstärken.
Meine erste richtige Band, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere, hatte ich mit 17. Das war 1971. Besetzung: Gitarre, Bass, Drums, Gesang. Der Sänger konnte nur Lautschrift-Englisch, sang also einfach das, was er hörte. Verstanden hat er die Texte nicht. Mit einem Cover-Programm von fünf Songs erreichten wir auf einem der damals beliebten Beat-Wettbewerbe auf Anhieb den dritten Platz von acht Bands. Das musste ein Zeichen sein ! Die Prämie von DM 10,- pro Nase war gleichzeitig meine allererste Gage.
1972 fand ich mit meinem Kumpel, dem Bassisten, einen Drummer, der eigentlich viel zu gut für uns war. Unter dem Namen "Kratoga" starteten wir als Trio mit "progressiver Frickelmusik". Hauptsache, eigene Kompositionen! Dabei kam hin und wieder auch mein Cello zum Einsatz. Wir belegten auf lokalen und überregionalen Wettbewerben einen dritten und zwei erste Plätze.
Nach und nach wurde Kratoga mit einem Keyboarder und einem weiteren Gitarristen verstärkt und nach Finden einer einheitlichen musikalischen Richtung in " Von Schiller " umgetauft. Wir wechselten noch zwei Mal den Drummer, beim letzten zugleich auch den Bandnamen. Kurzzeitig agierten wir dann unter "Crosswind". Neben zahlreichen Einzelkonzerten spielten wir auch auf etlichen Festivals mit international bekannten Bands und oft auch als Vorgruppe von populären Gruppen wie z.B. Blitzkrieg, Wallenstein, Omega (Ungarn), Collosseum II (mit Gary Moore !!) u.v.a.
Anfang 1978 bröselte meine Band auseinander. Da wir regional sehr populär und beliebt waren, beschlossen wir, uns mit einem imposanten Konzert zu verabschieden. Der Erfolg war überwältigend: Im 1000 Personen fassenden Saal des Dülkener "Hotel zur Post" quetschten sich 1200 Besucher, weitere 300 standen draußen vor der Türe. Auch alle ehemaligen Bandmitglieder traten in chronologischer Reihenfolge auf. Das Spektakel dauerte über vier Stunden und gilt inzwischen als legendär. (Hey Mann, ich war in Woodstock dabei !... Na und, ich war beim Von-Schiller-Abschiedskonzert!)
Der für heutige Verhältnisse eher amateurhafte Live-Mitschnitt ist immer noch sehr begehrt.
Für drei Mitglieder der Band, nämlich Bassist Kurt Schmidt, Gitarrist Pete Brough und mich entpuppte sich das Abschiedskonzert als Wendepunkt in unserer musikalischen Laufbahn. Kurz darauf bekamen wir nämlich das Angebot, bei der neu formierten Band " Wallenstein " einzusteigen. Im Sommer 1978 nahmen wir in den Dierks Studios/Stommeln unsere erste LP "Charline" auf, deren gleichnamige Single-Auskopplung Anfang `79 in der Hitparade den 17. Platz erreichte. TV-Auftritte folgten: Rockpalast (Ende`78), Szene`79 (Thomas Gottschalk), Disco`79 (Ilja Richter), ARD-Tagesschau (Loreley-Festival), Ohne Filter, WWF-Club u.a.
Von den über 200 Konzerten wurden einige vom Rundfunk live übertragen. Nach vier tollen Jahren, vier veröffentlichten LPs, mehreren Single - Auskopplungen und einer 1,5 Millionen-Titelauflage (inkl. Sampler) von "Charline" ging die Wallenstein-Ära zu Ende, die Band löste sich auf. Drummer Charly T., zu dieser Zeit schon bei Marius Müller-Westernhagen aktiv, Bassist Kurt Schmidt (alias Terry Park), der später "Twelve Drummer´s Drumming" gründete, Sänger Kim Merz und ich spielten noch eine Zeit lang unter dem Namen " The Officials " weniger bekanntes Rock-Cover-Material.
1983 wechselte mein Betätigungsfeld nach Duisburg, wo ich bei
"Peter Burschs Bröselmaschine" einstieg. Eher zufällig kam ich zu dieser Zeit auch zum Musikjournalismus. Da ich mich schon immer für Gitarren und entsprechendes Equipment interessiert hatte, nahm ich ein Angebot der Musikerzeitschrift "Spotlight" an, als freier Mitarbeiter Testberichte von Instrumenten, Verstärkern und Effektgeräten zu verfassen.
1987 wechselte ich zum "Fachblatt Musik-magazin", 1993 zu "Gitarre & Bass", wo ich noch heute als freier Journalist tätig bin.
Bröselmaschine, mit der ich 1985 die LP "Graublau" veröffentlichte, existiert nach wie vor, ist jedoch nur noch selten auf Tour. Parallel dazu spielte ich bei der "Denise Brooks Band", der Kim Merz Band und kurzzeitig auch bei FKK.
Seit 1990 bin ich festes Mitglied der "Peter Burschs All Star Band", bekannt durch zahlreiche themenbezogene Rock-Revuen (1993 Live-Übertragung in 3-Sat) und die jährliche Konzertreihe " Acoustic Nights " in der Vorweihnachtszeit, die inzwischen weit über die Grenzen von Duisburg hinaus Kultstatus erreicht hat.
Im Herbst 1996 suchte ein gewisser Klaus A. Flieger Musiker für eine Rock-Cover-Band, die in die Fußstapfen der ehemaligen Lokalmatadoren "Scholle And His Friends" treten sollte.
Schon während der ersten Probe stellten wir fest, dass die Chemie unter den Mitgliedern, die an diesem Tag zum ersten Mal aufeinander trafen, stimmte. Der Bandname lag ziemlich nahe: FLIEGER.

Michael Dommers