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Jo Schwarz

Eine Bontempi war´s nicht... ansonsten entsprach das mit 2 maroden Manualen bestückte Heimorgel Monstrum unter´m Weihnachtsbaum zweifellos allen Klischeekriterien, die des Orgianer-Fetischisten´s Blut zum Kochen bringen. Ein architektonisches Meisterwerk, liebevoll in Eiche furniert...
Top-motiviert übte ich... ich übte und übte und übte... bis ich vor lauter Quando-Quando schließlich wahnsinnig wurde, das serienmäßige Holz-Rollo für alle Zeiten zuzog und gegen ein so genanntes Portable Keyboard eintauschte. Inzwischen 16 und weitestgehend pickelfrei, genoss ich die Vorzüge der Technik. Es war ganz einfach, im Ernst... eigentlich brauchte man nicht viel mehr als zwei Tasten zu drücken und das Teil machte einen mächtigen Alarm. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich meinen Eltern etwas vorspielte. Sie dachten tatsächlich, ich kann spielen...

Gemeinsam mit meinem Bruder gründete ich ein Jahr später das Cover-Trio "Fun van Daag". Geprobt wurde bei mir im Wohnzimmer. Das Repertoire reichte von Synthie-Pop bis Mundart-Krawall und unsere bevorzugten Opfer fanden wir zum großen Leidwesen der Alleinunterhalter - Gilde auf Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Schülerparties.
Eigentlich kann man mit drei Keyboards schon eine Menge Radau machen... nur mit dem Rocken war es eine Qual. Keine Frage, ein Gitarrist musste her. Einmal Lunte gerochen, nahmen wir gleich noch Bassist und Schlagzeuger dazu und hatten unter dem Namen "SNOOKER", nach rd. 6 Monaten Probe, unseren ersten Auftritt bei einer Scheunen Fete.
Mehrere Jahre coverten wir durch die Region und verschafften uns ein gewisses Ansehen. Highlight war ein Job in Leverkusen, wo wir vor 1500 Leuten als Support für "Brings" an den Start gingen.
So richtig glücklich machte mich das alles aber nicht, hatte ich doch meine bescheidenen spielerrischen Grenzen an den Tasten längst erreicht. Ich sang zwar weiterhin ein Drittel des Repertoires, schob aber ansonsten ´ne ziemlich ruhige Kugel.
1993 lernte ich Gerd Reinardy, den Saxophonisten der Stanley Beamish Blues Band, kennen und wurde sein gieriger Schüler. Mehr und mehr teilte ich seine Leidenschaft für dieses Instrument und dank seiner Hilfe und Geduld ließ es mich nie wieder los. Gerd starb im Juli 2007 nach schwerer Krankheit. Ich habe ihm viel zu verdanken!
Nach einem für mich unvergesslichen Auftritt mit "L.A.-Waterman" im März 1995 folgten weitere Gastspiele mit Mönchengladbach´s Lokalmatadoren "Just´is", "Booster" und der "Remember Band".
Anschließend blies und sang ich in der Band "GET´S B", bei der Brad Wamsley (Ex-Gitarrist von Accept) Gitarre spielte. Musikalisch Weltklasse, scheiterte die Truppe ein halbes Jahr später an sich selbst.
Wer nicht kriminell oder drogenabhängig war, glänzte mit anderen verhaltensgestörten Charaktereigenschaften... für mich eine Spur Rock 'n' Roll zu viel...
Ab April 1996 nahm ich Unterricht bei dem tschechischen Saxophonisten und Cellisten Zdenek "Stan" Bezusek (Mannesmann Big Band) der es trotz biestiger Gegenwehr bis heute nicht aufgegeben hat, mich zum jazzen zu motivieren.
Kurz danach stieg ich bei "Fame" ein und machte meine ersten Erfahrungen mit Fernsehauftritten. Wir begleiteten überwiegend Künstler wie "Chris Andrews", "Jeff Christie" oder "Graham Bonney".
Bemerkenswerter Höhepunkt in dieser Zeit war zweifellos mein Auftritt bei Dieter Thomas Heck´s „Musik liegt in der Luft“. Auf der Fahrt zur Rhein-Ruhr-Halle in Duisburg hörte ich das zu imitierende Voll-Playback zum ersten Mal. Nachdem ich anmerkte, dass in dem Song (San Bernadino) keinerlei Saxophon vorkommt, drückte mir der Gitarrist von "Fame" grinsend zwei Sticks in die Hand und meinte: Alles Rock ´n´Roll...
Es war bis heute mein erster und auch letzter Job als Drummer (und ich hab auch nie wieder 2 Kilo in knapp 4 Minuten abgenommen). Leider existieren vereinzelte Videoaufzeichnungen, so dass ich noch immer erpressbar bin. Im März 1997 erlebte ich in der Warsteiner Laterne in Wuppertal live den ersten Auftritt von "FLIEGER" und gab am 30. April 1997 mein Debüt als Saxophonist der Band.
Von Dezember 1997 bis Mitte August 1999 ritt ich dann noch zusätzlich auf der beängstigenden Welle des "Meisters“. Als Sänger von "Jo Schwarz und die berittene Kavallerie" trat ich ausschließlich mit Rüschenhemd, Fellkragen, Costa-Cordalis-Perücke und Plateauschuhen bewaffnet ins Scheinwerferlicht und war nach dem Motto „Dieter Thomas Kuhn goes to Punk“ stets bemüht, dem Schlager einen Hauch von Mutation zwischen Comedy und Speedmetal einzuverleiben (Ich war jung und brauchte das Geld). Trotz der intensiven Maskierung hat man mich bedauerlicherweise mitunter erkannt. Als Saxophonist folgten noch Gastspiele bei "Cocktail" "Die kleinen Strolche", "Twix", "Monday Sound Society", "Stan Bezusek" und "Maria Bonelli" sowie als Solist bei verschiedenen Veranstaltungen.
Wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Sicher ist jedoch, dass meine erste Priorität auch weiterhin "FLIEGER" heißen wird.

Jo Schwarz


   
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